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Am 20.06.2026 in Großen-Linden war es so weit: Nach über zehn Jahren war die SG Enkheim endlich wieder bei den turnerischen Mehrkämpfen im Rahmen der Hessischen Mehrkampfmeisterschaften vertreten. Drei unserer Turnerinnen der SG Enkheim stellten sich dieser besonderen Herausforderung und waren damit die einzigen Turnerinnen des Turngau Frankfurts, die in dieser anspruchsvollen Wettkampfart an den Start gegangen sind. In klassischer Vereinstradition gingen unsere Turnerinnen in den Wettkampfklassen Jahnkampf und Deutschen Mehrkampf an Land, im Wasser und in der Luft ins Rennen. |
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Die Hessischen Mehrkampfmeisterschaften werden vom Hessischen Turnverband ausgerichtet – jedoch sind die Wettkämpfe weit mehr als „nur Turnen“. Die turnerischen Mehrkämpfe gehören mit erstmaliger Austragung in den 1920er Jahren zu den ältesten Wettkampfarten im Turnen, bei denen die Athleten in bis zu 9 Disziplinen sportartübergreifend ihr Können unter Beweis stellen müssen. Gefordert sind über alle Disziplinen vor allem Vielseitigkeit, Technik, Kraft und insgesamt herausragende athletische Fähigkeiten mit einem kontinuierlichen Leistungsabruf über einen sehr langen und anstrengenden Wettkampftag hinweg. Wer hier erfolgreich sein möchte, braucht nicht nur erstklassige Übungen an den Turngeräten, sondern auch Schnelligkeit, Kraft und Sprungvermögen in der Leichtathletik sowie im Jahnwettkampf zusätzlich Sicherheit im Wasser bzw. auf dem Weg dahin beim Kunstspringen. Selbstredend geht einer erfolgreichen Teilnahme eine langfristige und sehr trainingsintensive Vorbereitung voraus. |
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Der Jahnkampf verbindet drei Sportarten miteinander: Gerätturnen, Leichtathletik und Schwimmen. Der Deutsche Mehrkampf hingegen kombiniert mit dem Gerätturnen und der Leichtathletik zwar nur zwei Sportarten, jedoch werden aus jeder Sportart mehr Disziplinen gefordert, sodass am Ende (fast) gleich viele Disziplinen absolviert werden. So startete früh um 08:00 Uhr für die Turnerinnen der Deutsche Mehrkampf in der Stadthalle in Linden mit der Erwärmung für die Turngeräte, während die Turnerinnen des Jahnkampfs sich fast zeitgleich auf ihre erste Disziplin – das Kunstspringen – im Schwimmbad in Pohlheim vorbereiteten. Obwohl das Kunstspringen nicht direkt zu den Kernkompetenzen im Gerätturnen gehört, zeigten alle Teilnehmerinnen offensichtlich, dass sie das Sprungbrett nicht zum ersten Mal gesehen haben. Nach den Wasserdisziplinen wechselten auch die Jahnkämpferinnen zum Gerätturnen. Unsere Turnerinnen präsentierten dabei zum ersten Mal ihre Übungen in der LK 3 an den Geräten Stufenbarren und Boden, sowie im Deutschen Sechskampf auch am Sprung. Schließlich ging es nach den Turngeräten zum Finale in das Leichtathletikstadion für die letzten Disziplinen. Trotz Temperaturen von über 35 °C und sengender Sonne im Leichtathletikstadion haben unsere Turnerinnen auch ihre Leichtathletikdisziplinen konzentriert absolviert. Bereits auf der ersten Wettkampfebene, den Hessischen Mehrkampfmeisterschaften, messen sich die besten Athleten auf Landesebene und kämpfen um die Qualifikation für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften – entsprechend hoch war insbesondere das turnerische Niveau. Auch wenn es in diesem Jahr für unsere Turnerinnen noch nicht für eine Qualifikation gereicht hat, wollen sie weiterhin ambitioniert trainieren, damit sie vielleicht bereits nächstes Jahr mit den besten Mehrkämpfern aus ganz Deutschland an den Start gehen können. Bei den Mehrkampfmeisterschaften dabei zu sein ist ein ganz besonderes sportliches Erlebnis, das es so wohl kein zweites Mal im Turnbereich gibt. Ein langer kräftezehrender Wettkampftag in den unterschiedlichsten (fachfremden) Disziplinen, der insbesondere sportliche Vielfalt, Konzentration und Durchhaltevermögen fordert. Auch darf sich von dem naturgemäß allein durch den Wechsel der Wettkampfstätten etwas chaotischen Wettkampfablauf und den zügig wechselnden Sportarten nicht aus der Ruhe gebracht werden lassen. Jede Disziplin bringt ihre eigene Herausforderung mit sich, und gerade deshalb ist schon die Teilnahme an einem solchen Wettkampf eine starke Leistung. Unsere Turnerinnen haben sich trotz sehr kurzer Vorbereitungszeit ausgezeichnet in diesem anspruchsvollen Wettkampf geschlagen und ihre ersten wertvollen Erfahrungen sammeln können. Obgleich der kurzen Vorbereitungszeit, hat sich diese in der Leichtathletik und im Kunstspringen durch eine riesige Leistungssteigerung ausgezahlt. Den anschließenden gemeinsamen Ausflug in die Eisdiele von Pohlheim haben sich unsere Turnerinnen damit mehr als verdient. Wir sind unglaublich stolz auf unsere Turnerinnen und freuen uns im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. |
